Voraussetzungen für die
Tattoo-Ausbildung
Die meisten, die uns schreiben, fragen als Erstes, ob sie überhaupt in Frage kommen. Die Antwort ist öfter ja, als die Leute denken. Hier steht, was du wirklich brauchst, und am Ende ehrlich, für wen es nicht passt.
Mindestalter 18
Ein Gewerbe selbstständig ausüben darf in Österreich nur, wer eigenberechtigt ist, und das ist man ab 18. Auch zum Antritt zur Befähigungsprüfung musst du eigenberechtigt sein. Eine Obergrenze gibt es nicht.
Quellen: Gewerbeordnung 1994 § 8 Abs. 1 (Gewerbeausübung) und § 20 Abs. 2 (Prüfungsantritt). Beides im RIS geprüft am 21. September 2026.
Deutsch auf B2-Niveau
Die Theorie ist auf Deutsch, und du beantwortest die Fragen schriftlich in eigenen Worten. Ankreuzen reicht bei uns nicht. Du musst also sicher verstehen und sicher formulieren können.
Das ist keine Schikane, es ist die Arbeitswirklichkeit: Du wirst später Kunden aufklären, Einwilligungen erklären und dokumentieren. Das geht nicht in Stichworten.
Zeichnen: Vorerfahrung ist nicht nötig
Das ist der Punkt, an dem die meisten aufatmen. Du brauchst keine Zeichenausbildung, keine Mappe und kein Portfolio. Lust am Zeichnen hilft, ein Auge für Bilder hilft, alles Weitere ist lernbar. Ein ganzes Modul der Ausbildung beschäftigt sich mit nichts anderem als Zeichnen und Gestaltung.
Keine abgeschlossene Vorbildung nötig
Die Verordnung sagt abschließend, womit du deine fachliche Qualifikation nachweist: mit dem Lehrgangszeugnis und dem Zeugnis über die bestandene Befähigungsprüfung. Ein Lehrabschluss steht nicht darunter, und auch kein Nachweis, dass du in einem verwandten Beruf gearbeitet hast. Die Akademie ist genau für Quereinsteiger gemacht.
Quelle: Kosmetik-Zugangsverordnung § 2, im RIS geprüft am 21. September 2026.
Wie der Weg ins eigene Gewerbe läuft, steht auf Tätowierer werden in Österreich.
Was du mitbringen musst
Für die Theorie: ein Gerät mit Internetzugang und Zeit. Sonst nichts. Keine Bücher, kein Skript, keine Anschaffung.
Für die Praxis: dich selbst. Der Praxisteil enthält alles, was fürs Tätowieren erforderlich ist. Du arbeitest bei uns im Studio, an echten Materialien und unter Aufsicht. Was du an eigener Ausrüstung brauchst, wenn du später selbst arbeitest, besprechen wir in der Ausbildung, nicht davor.
Zeit, und zwar realistisch
Die Theorie schaffst du in etwa vier bis sechs Monaten, wenn du regelmäßig dran bleibst. Du bestimmst das Tempo selbst, es gibt keinen Kurstermin, den du verpassen kannst.
Die Praxis ist an Termine im Studio gebunden. Die sprechen wir persönlich ab, aber du musst dafür da sein können. Wer im Schichtdienst arbeitet oder weit weg wohnt, sollte sich das vorher ehrlich überlegen. Reden wir am besten darüber, bevor du dich entscheidest.
Insgesamt solltest du mindestens eineinhalb Jahre einplanen. Eine Schnellausbildung ist das nicht, und eine feste Gesamtdauer geben wir bewusst nicht vor: Wer länger braucht, soll die Zeit haben. Wie schnell es bei dir geht, bestimmst vor allem du selbst, über die Praxistermine.
Für wen die Ausbildung passt, und für wen nicht
Die Ausbildung ist für Quereinsteiger gemacht: für Leute, die tätowieren lernen wollen, ohne aus der Branche zu kommen. Du brauchst keinen Lehrabschluss und keine Zeichenmappe. Was du brauchst, ist Zeit für die Praxistermine im Studio und die Bereitschaft, dir mindestens eineinhalb Jahre zu nehmen.
Sie passt auch dann, wenn du neben deiner Arbeit lernst. Genau darauf ist sie ausgelegt: Die Theorie machst du, wann du Zeit hast, und die Praxistermine vereinbaren wir persönlich mit dir. Je öfter du kommen kannst, desto schneller bist du durch.
Und jetzt der ehrliche Teil, für wen sie nicht passt. Wir sagen das lieber vorher als nachher.
Es passt nicht, wenn du schnell Geld verdienen willst. Bis zur eigenen Gewerbeberechtigung liegt ein Weg vor dir, und der dauert.
Es passt nicht, wenn du keine Zeit für die Praxis-Termine im Studio hast. Ohne Praxis gibt es keine Ausbildung, das ist nicht verhandelbar.
Und es passt nicht, wenn du dich vor dem Lernen drücken willst. Bei uns kommt niemand an die Maschine, der die Theorie nicht bestanden hat. Wer ohne sauberes Hygienewissen Hand an einen Menschen legt, gefährdet ihn.
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